Die Speicherauslegung – Grundlage für einen effizienten Kompressorbetrieb
Ein richtig dimensioniertes Speichersystem zählt zu den zentralen Komponenten eines Hochdrucksystems. Es reduziert Druckschwankungen bei stoßartigen Luftentnahmen und senkt durch ausreichende Speicherkapazität die Einschalthäufigkeit des Kompressors.
Speicherbehälter und Endabscheider in Hochdruckkompressoren sind nur für eine begrenzte Anzahl an Lastzyklen ausgelegt. Daher verlängert eine reduzierte Anzahl an Start-Stopp-Zyklen die Lebensdauer dieser Bauteile deutlich.
Für eine optimale Nutzung der Anlage sollte der Betrieb des Kompressors so geregelt werden, dass maximal zwei bis vier Einschaltzyklen pro Stunde auftreten.
BAUER Industrie-Kompressoren sind serienmäßig mit Zyklenzählern ausgestattet, die die tatsächlich gefahrenen Einschaltzyklen erfassen und so zur sicheren und effizienten Anlagensteuerung beitragen.
Die Speichersystemgröße ist abhängig von:
- Liefermenge (l/min) des Kompressors
- Luftverbrauch der jeweiligen Anwendung
- Druckdifferenz Start / Stopp (Hysterese)
Vereinfachte Formel für die Konfiguration eines Hochdruckspeichersystems auf der Basis 4 Lastzyklen/Stunde:

Vk (l/min) = Lieferleistung des Kompressors in Litern pro Minute
V(l) = Speichervolumen in Litern (Wasservolumen)
Δ p (bar) = Start-Stopp-Druckdifferenz (Hysterese) in bar
Für den Betrieb empfehlen wir eine Druck-Schaltdifferenz Δp von maximal 60 bar. In diesem Bereich sind stationäre Hochdruck-Speicherflaschen in der Regel für den Dauerbetrieb zugelassen. Bei höheren Differenzen ist die Anzahl der zulässigen Füllungen begrenzt. Bitte beachten Sie hierzu die Angaben in der Dokumentation des jeweiligen Druckbehälters.