Der Potsdamer Platz bot vom 31.08 bis 01.09 eine tolle Kulisse für das diesjährige Finale der „Firefighter Combat Challenge“, kurz FCC. Zwei Wochen zuvor hatten sich die Teilnehmer beim FCC im fränkischen Geiselwind zum Kräftemessen getroffen.
Ursprünglich in Amerika entwickelt, hat sich dieser Wettkampf, dessen Disziplinen den täglichen Aufgaben der Feuerwehrleute nachempfunden sind, inzwischen fest in Deutschland etabliert. Wie hoch das internationale Renommée des FCC Germany ist, zeigt die Teilnehmerliste, in der 50 Teams aus Deutschland, England, Frankreich, Schweiz, Polen, Kanada, Norwegen, der Tschechei und vielen anderen Ländern mit insgesamt über 500 Teilnehmern gelistet sind. Direkt vor den modernen Glaspalästen ragte das Gerüstskelett des Wettkampfturms in den Berliner Morgenhimmel. Gleich zu Beginn des Laufs sind 60 Stufen auf einer Höhendistanz von 12,50 Metern zu überwinden. In voller Atemschutzausrüstung mit einem 19 Kilo schweren Löschschlauch auf der Schulter, absolute Schwerstarbeit!
Umso wichtiger, dass die Qualität der Atemluft über jeden Zweifel erhaben ist: BAUER stellt, wie auch schon auf den vorangegangenen Wettbewerben, die gesamte Luftversorgung: In der Füllarea hinter dem Startbereich arbeitet ein VERTICUS 5 in SUPER SILENT-Ausführung auf Hochtouren, um den riesigen Luftbedarf abzudecken. Zwei Speicherflaschen sorgen für ausreichend Puffer gegen Versorgungsengpässe, die vier Anschlüsse der Füllleiste sind fast ständig mit 300 bar Composite-Flaschen belegt.
Das Startsignal für den Einzelwettbewerb ertönt. Unter den wachsamen Blicken der Schiedsrichter jagen die ersten zwei Finalisten mit atemberaubendem Tempo die Treppe hinauf. Das donnernde Stakkato der Feuerwehrstiefel auf den Metallstufen mischt sich mit den heiseren Anfeuerungsrufen der Unterstützerteams. Oben liegt ein Seil, an dem ein weiteres Schlauchbündel hängt, das möglichst schnell heraufgezogen werden muss. Dann geht es noch rasanter wieder nach unten zu einer „Keiser Force Maschine“. An dieser Extremvariante des „Hau den Lukas“ treiben die Wettkämpfer mit einem massiven Vorschlaghammer ein 72,5 Kilo schwerer Metallbock auf einer Schiene eineinhalb Meter zurück. Es schließt sich ein Sprint im Slalom um 5 Pylonen an, der zu einem bereitliegenden Feuerwehrschlauch führt. Dieser muss über eine Distanz von 20 Metern nach vorne gezogen werden, um dann nach Durchqueren einer Klapptüre mit dem Löschstrahl in vier Metern Entfernung ein nur 20 cm breites Ziel zu treffen. Ist das geschafft, steht die finale Herausforderung an: Eine 80 Kilo schwere Puppe wird rückwärts über eine Distanz von 30 Metern geschleppt. An den verzerrten Gesichtern ist deutlich abzulesen, dass sich die meisten Läufer hier auf den letzten Metern im roten Bereich bewegen.
Auf der Digitalanzeige über dem Ziel verrinnen unerbittlich die Sekunden. Den letzten Meter über die Ziellinie, Puppe ablegen, die beschlagene Maske vom Kopf und dann erstmal tief durchatmen. Die Oberschenkel brennen, Schweiß perlt über die geröteten Gesichter. Beeindruckende 1:32 Minuten beträgt die Zielzeit des Siegers Phillip Kaiser vom Lions Den Team im Einzelwettbewerb. Das Gros der Teilnehmer braucht zur Bewältigung des Parcours über zwei Minuten. Zeitlich noch besser schlugen sich am zweiten Tag die Sieger des Teamwettbewerb, Lions Den Team mit 1:17 Sekunden. Fairerweise ist zu sagen, dass sich die Aufgaben hier auf bis zu 5 Mann verteilten. Um 17:00 ist es geschafft. Alle Teams sind durch. Am Abend werden im Club die Preise verliehen und die Sieger gebührend gefeiert.Â